Pressespiegel 1989



 

Gifhorner Rundschau, 13. September 1989

Ein büttenreifer Vortrag des Kreisbrandmeisters

Gelungenes Jubiläum der Feuerwehr Wedesbüttel-Wedelheine

Wedesbüttel / Wedelheine (HJS). Zu einem herzhaften Frühstück mit zünftiger Blasmusik des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Didderse unter der Stabführung von Werner Eggers lud zum 75-jährigen Jubiläum die Freiwillige Feuerwehr Wedesbüttel-Wedelheine ein. Prächtig verstanden sich dabei wieder die Gäste aus Mittelfranken mit den niedersächsischen Gastgebern.
Mit einem zünftigen Chorständchen warteten die Mönchsrother Feuerwehrmänner auf. Gutsleiter von Grevemeyer aus Hannover vom Gut Martinsbüttel hatte freundliche Glückwünsche parat. Den Dienst an der Spritze aus plattdeutschen Augenwinkeln in humoriger Abwandlung und alter Uniform beschrieb Kreisbrandmeister Ernst Lütge. Seinen büttenreifen Vortrag in Wort und Lied am Rednerpult quittierten die Zuhörer, darunter auch der stellvertretende Bürgermeister Adolf Heidorn und Bürgermeister Hans-Georg Reinemann, mit großem Applaus.
Auf vielfachen Wunsch trugen die Feuerwehrfrauen um Elisabeth Schild ihren erfolgreichen Kommers-Sketch noch einmal vor. Dem schloß sich am Nachmittag ein bunter Kindernachmittag an. Pony-Kutschfahrten, Spiele und ein Luftballonstart mit 100 bunten Luftballons sorgten für Abwechslung. Die hatten auch abends beim Tanz die Erwachsenen. Denn mehr als nur Musik versprach und bot die Showband Rhythmics aus Seesen.
Ein Höhepunkt nach der Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Gifhorn war der große Festumzug mit fast 30 Feuerwehr-Abordnungen aus dem Papenteich und Umgebung, sowie Gästen aus Mönchsroth und den örtlichen Vereinen.
Ein langer Festumzug überquerte auch die Brücke zwischen Wedelheine und Wedesbüttel. Mit Wasserstrahl salutierten darunter auf dem Mittellandkanal die Jugendfeuerwehrmänner Holger Holtze und Sascha Brunken im selbstgebauten Löschboot. Musikalische Schrittmacher durch das geschmückte Doppeldorf waren dabei die Musikzüge aus Didderse und Essenrode, die Spielmannszüge aus Päse und Sandwüste Braunschweig sowie der Fanfarenzug Stüde. Einen großen musikalischen Bahnhof gab es dann zum Abschied für die bayrischen Feuerwehrfreunde aus Mönchsroth, die sich in Wedesbüttel und Wedelheine sehr wohl fühlten. Zahlreiche Freundschaften entstanden dabei.

Mit einem lustigen Sketch begeisterten Feuerwehrfrauen. Unser Szenenbild zeigt (von links): Als gewitzten Feuerwehrmann mit der Superspritze HS 2-75 Adelheid Ahrens, Mutter Susanne Röder, Vater Elisabeth Schild und Töchterchen Elke Ahrens.

Foto: Hans-Jürgen Schienmann

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Allerzeitung, 11. September 1989

Feuerwehr empfing viele Gratulanten

Jubiläumsfeier in Wedesbüttel-Wedelheine war gesellschaftlicher Höhepunkt

Wedesbüttel / Wedelheine (HJS). Zahlreiche Gäste kamen, um am Freitag Abend der Freiwilligen Feuerwehr Wedesbüttel-Wedelheine zum 75-jährigen Bestehen zu gratulieren: mit Glückwünschen, Geschenken und Grußworten.
Ortsbrandmeister Ernst Bührmann eröffnete nach der Kranzniederlegung am Ehrenmal mit seiner Begrüßungsrede im bunt geschmückten Festzelt die Feierlichkeiten. Einen Willkommensgruß richtete er an alle Ehrengäste aus Rat und Verwaltung in Samtgemeinde und Gemeinde sowie an die Vertreter anderer Institutionen. Unter den Gästen an den Tischen im vollbesetzten Festzelt befanden sich Abordnungen von 29 Feuerwehren, Vertreter vom Gut Martinsbüttel, Ehrenbrandmeister Willi Wenzel, Bezirksbrandmeister Klaus Stieghahn, Kreisbrandmeister Ernst Lütge und Gemeindebrandmeister Artur Hartmann.
Stürmisch begrüßte Gratulatin war die Freiwillige Feuerwehr Mönchsroth aus dem bayrischen Mittelfranken, angeführt vom Kommandanten Helmut Meyer, Kreisbrandinspektor Helmut Kastner und Vorstandmitglied Werner Heck. Den Willkommensgruß spielte der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Meine unter der Leitung von Erwin Lipka.
Die Festrede mit einem Rückblick auf 75 Jahre Dienst am Nächsten hielt Altbürgermeister Heinrich Bosse. Die Jugend sei es gewesen, die nach einem Großbrand vor dem Gründungsjahr eine Feuerwehr mit Pumpe mit mobilem Pferdegespann gefordert habe, berichtete Bosse. Sinn für Gemeinnutz bescheinigte Heinrich Bosse der Wehr. Kreisbrandmeister Ernst Lütge nahm Ehrungen vor. Verdienste im Feuerlöschwesen erlangten in 40 Jahren: Rudolf Beckmann, Günter Fröhlich, Hans-Erich Köstel, Ewald Lütge, Heinrich Ahrens, Willi Blecker, Heinrich Bosse, Willi Kopiske und Hermann Niebuhr sowie in 25 Jahren Herbert Hoffmann und Manfred Breihan. Mit einer Urkunde zeichnete Ortsbrandmeister Bührmann Alfred Groß für dessen 60jährige Zugehörigkeit zur Wehr aus.
In einem Appell sprach er über die Zukunft der Feuerwehr: Es möge auf die Unterstützung des Nachwuchses geachtet werden. Solide Ausbildung und Nachwuchspflege seien der harte Kern einer Wehr und Jugendfeuerwehr. Lob zollte er den Familienangehörigen für deren Unterstützung. Auch die kleinste Wehr gelte es zu erhalten. Dem pflichtete Kommandant Helmut Kastner aus dem Frankenland bei: "Ohne Jugend säßen wir bald auf dem Trockenen".
Als Gastgeschenke hatten die Franken einen holzgeschnitzten heiligen Florian, eine Flasche Bocksbeutel und ein Mönchsrother Wappen mitgebracht. Mit einem lustigen Sketch warteten unter der Regie von Elisabeth Schild acht Feuerwehrfrauen auf. Beifall gab es für ein Ballett der ersten Gruppe der Jugendfeuerwehr.
Im Schlusswort dankte Ortsbrandmeister Bührmann den Feuerwehrfrauen und Elke Ahrens für den Festschmuck. Ein großes Lob erhielten Karl-Heinz Holtze und dessen Helfer, die das Festtranparent sowie Rednerpult und Schilder entworfen und gebaut hatten. Der Kommersabend klang mit einem geselligen Tanzvergnügen mit dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Meine aus.

Viele Geschenke brachten die Mönchsrother Gäste mit. Unser Bild zeigt die Empfänger der Freiwilligen Feuerwehr Wedesbüttel-Wedelheine. Kreisbrandmeister Ernst Lütge erhielt einen riesigen Bocksbeutel (Bildmitte). Ernst Bührmann freut sich über den "heiligen Florian" und ein Wappen fürs Dorfgemeinschaftshaus.

Foto: Hans-Jürgen Schienmann

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Allerzeitung, 12. August 1989

75 Jahrfeier der Feuerwehr verspricht unterhaltsame Tage

Gäste aus Mönchsroth werden mitfeiern

Wedelheine/ Wedesbüttel (hos). Ein buntes Fest will die Feuerwehr Wedelheine-Wedesbüttel aus Anlaß ihres 75jährigen Bestehens feiern. Die Vorbereitungen laufen schon seit Wochen auf Hochtouren. Vom 8. bis 10. September soll den Gästen aus nah und fern ein lustiges und fröhliches Programm angeboten werden.
Die Einladung an die Gäste, die von Ferner kommen, wurden bereits verschickt. Eingeladen wurden die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr aus Mönchsroth im mittelfränkischen Landkreis Ansbach, die unter der Führung von Helmut Meyer am Freitag, 8.September, zusammen mit ihren Frauen in Wedes-Wedel erwartet werden. Die Begrüßung ist um 13 Uhr vorgesehen. Die engen Beziehungen zwischen dem Landkreis Gifhorn und dem Landkreis Ansbach gaben nach einer Anregung von Kreisbrandmeister Ernst Lütge den Anstoß zu dieser Einladung.
Am selben Tag um 18 Uhr werden die Freiwilligen Feuerwehren Kränze an beiden Ehrenmalen des Doppelortes niederlegen. Das Fest beginnt dann um 20 Uhr im Festzelt mit einem Kommersabend. Die "Blauröcke" aus Nord und Süd, sowie die Gäste, werden hier vom Musikzug Meine bis 24 Uhr mit flotter Marsch- und Blasmusik unterhalten.
Der Samstag wird mit einem zünftigen Frühstück begonnen. Für den "guten Ton" sorgt dabei der Musikzug, der Freiwilligen Feuerwehr Didderse. Ab 15 Uhr beginnt ein buntes Kinderfest mit Überraschungen, das mit einem Ballonwettflug seinen Abschluss finden wird. Von 14 bis 16 Uhr ist außerdem ein Besuch des Norddeutschen Rundfunks geplant, der live über die Feierlichkeiten berichten will. Dieser Besuch ist aber noch nicht sicher. Um 20 Uhr wird der Festball eröffnet, bei dem die Rhythmics aus Seesen mit ihrer professionellen Show und Musik die Festgäste bis in den späten Abend hinein unterhalten werden.
Am Sonntag, dem letzten der drei Festtage, findet vormittags eine Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Gifhorn statt. Der Musikzug Meine wird dieser Veranstaltung den musikalischen Rahmen geben.
Die um 13 Uhr empfangenen Gastwehren werden um 13.45 Uhr zu einem großen Umzug durch beide Ortschaften starten. Nach der Rückkehr wird der Musikzug Meine zum Tanz für jung und alt aufspielen und für einen gelungenen Abschluß der dreitägigen Feierlichkeiten sorgen.

 

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Allerzeitung, 11. August 1989

Diskussion um Handspritze brachte den Stein ins Rollen

Wedes-Wedeler Wehr vor 75 Jahren gegründet

Wedelheine/ Wedesbüttel (hos). Ein Großbrand auf dem Gehöft von Heinrich Ahrens gab den Anstoß: Am 1. März 1914 war es, als engagierte Männer aus Wedelheine und Wedesbüttel zusammenkamen, um eine eigene Feuerwehr aus der Taufe zu heben. Vom 8. bis 10. September feierte die Wehr nun ihr 75jähriges Bestehen.
Bereits am 12. März 1907 hatte es in Wedes-Wedel um den Brandschutz eine heftige Debatte gegeben. Damals ging es um den Kauf einer Handspritze. Mit knapper Mehrheit entschied eine Bürgerversammlung gegen die Anschaffung - weil für die Bedienung kein Personal da war.
Doch das sollte sich mit der Gründung der Wehr im Jahre 1914 ändern. Zu ihrem ersten Brandmeister wählten die Blauröcke damals Hermann Krakau. Schon kurze Zeit später konnte dann auch das erste Spritzenhaus mit Schlauchturm eingeweiht werden. Wilhelm Elbe aus Wedesbüttel wurde 1923 an die Spitze der Wehr gewählt. Die großartige Kameradschaft, die schon damals in der Feuerwehr herrschte, belegten die wenigen aus dieser Zeit stammenden Dokumente, deren Verfasser stets auf die großen Mitgliederzahlen bei Versammlungen hinweisen.
Die Feuerwehr stellte seit ihrer Gründung auch ein Bindeglied zwischen Wedelheine und Wedesbüttel dar. Dies galt auch für die Zeit nach dem Bau des Mittellandkanals, durch den die Ortschaften getrennt wurden.
Nach einem Brand bei Reinhold Janze in Wedesbüttel wurde die Wehr mit einer "motorisch angetriebenen Tragkraftspritze" in ihrer Schlagkraft erheblich verbessert. Im Jahre 1948 wählten die Blauröcke Johann Tomalla aus Wedesbüttel zum neuen Gemeindebrandmeister. Bei einer Mark monatlich lag damals der Mitgliederbeitrag.
Zwei Jahre vor dem 50jährigen Jubiläum der Wehr wurde Willi Wenzel zum neuen Gemeindebrandmeister gewählt, der dann auch das erste Löschfahrzeug mit Staffelbesatzung übergab. Die Jugendfeuerwehr, die nur vier Jahre später gegründet wurde, ist auch heute noch ein Bestandteil des dörflichen Lebens.
Der derzeitige Kreisbrandmeister Ernst Lütge wurde 1970 zum Ortsbrandmeister gewählt, er konnte auch das erste Hilfsleistungsfahrzeug (HILF) übernehmen. Zwei Jahre nach dem Umzug der Wehr in das Dorfgemeinschaftshaus entschieden sich die Kameraden 1980 für Ernst Bührmann als neuen Ortsbrandmeister, der seither die schlagkräftige Feuerwehr aus Wedelheine und Wedesbüttel unter dem Motto "Bekämpfe die Flammen, die Leben und Eigentum der Mitmenschen bedrohen; Entzünde die Flammen der Nächstenliebe, des Gemeinsinns und der Opferbereitschaft" führt.

Ein Bild mit historischem Wert: Im Jahre 1949 feierte die Wedes-Wedeler Wehr ihr 35-jähriges Bestehen. Unser Foto zeigt den damaligen Festumzug.

Foto: keine Angabe!

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Allerzeitung, 01. Juni 1989

Feuerwehr Wedesbüttel/Wedelheine blickt auf 75jähriges Bestehen zurück

Krach um eine Spritze war der Auslöser

Das Leben in der Wehr trägt viel zu einer intakten Dorfgemeinschaft bei

WEDESBüTTEL/WEDELHEINE. (HJS)

Die Freiwillige Feuerwehr Wedesbüttel-Wedelheine wird 75 Jahre alt. Das Jubiläum wird vom 8. bis 10. September mit einem großen Feuerwehrfest gefeiert. Seit 75 Jahren ist die Freiwillige Feuerwehr ein Kernstück in einer intakten Dorfgemeinschaft. Sie ist ein Teil der Dorfgeschichte.

Vor 82 Jahren gab es Krach um eine Spritze, und damit begann eigentlich die Feuerwehrgeschichte. Verärgert hatte am 12. März 1907 während einer turbulent geführten Wedelheiner Gemeindeversammlung die Mehrheit der Bürger (47 zu 74 Stimmen) ihr Veto gegen die Anschaffung einer Brandspritze eingelegt. „Dafür ist doch wohl unser Ort viel zu klein", erbosten sich über den „neumodischen Firlefanz" aufgebrachte Bürger. Ferner sei die Gemeinde finanziell nicht gut gestellt, und außerdem könne zur Bedienung der komplizierten Handspritze kein Personal gefunden werden. Überhaupt herrschte die Meinung, die bewährten Feuereimer, Feuerhaken und Leitern täten es auch und würden auch weiter gute Dienste leisten.
Das vom Beigeordneten Ahrens beglaubigte historische Dokument ging als Bittschrift zur zuständigen Behörde, um dieses Vorhaben zu „dispensieren".
Der Fall war zunächst vom Tisch, nicht jedoch der Gedanke, in beiden Dörfern eine „Feuerlösch-Dienstleistung" einzuführen. Doch erst sieben Jahre später, am 1. März 1914, gründeten Männer um die ersten Hauptmänner Hermann Krakau (Wedesbüttel) und später Hermann Plate (Wedelheine) die Freiwillige Feuerwehr Wedesbüttel-Wedelheine. Dazu mußte auch eine in Rechnung gestellte, 1176 Mark teure pferdegezogene Feuerspritze her.
Eine noch heute existierende Rechnung belegt die erste Anschaffung. Das erste Spritzenhaus mit Schlauchturm wurde in Wedesbüttel gebaut. Den Platz stellte der Gutsherr von Schwartz (Martinsbüttel) viele Jahre kostenlos zur Verfügung.
Eigentlicher Auslöser zur Gründung war jedoch ein Löschangriff mit wassergefüllten Eimerketten bei einem Hofgroßbrand in Wedelheine. Der Kraftakt gelang nur mit Hilfe der Nachbarwehren aus Meine und Essenrode.
Mit Wilhelm Elbe aus Wedesbüttel kam 1923 ein neuer Wehrführer an die Spitze der Wehr. Kurze handschriftliche Aufzeichnungen sind erst vom 25. Oktober 1924 an im Protokollbuch zu finden. Dafür sorgte der langjährige Schriftführer, Haupttruppmann und Gründer Walter Köstel. Auffallend war hier schon die hohe Mitgliederzahl bei Versammlungen. Alle Mitglieder erschienen in maßgeschneiderten und selbstfinanzierten Uniformen.
Eine eigene Feuerwehrkapelle musizierte von 1925 an. Ende der 50er Jahre verstummten jedoch die Instrumente, denn es ließen sich keine Musiker mehr finden.
Von 1933 bis Kriegsende übernahm Feuerwehrhauptmann Willi Blecker aus Wedesbüttel die Wehrführung. Die Alarmierung erfolgte noch mundgeblasen über Signalhörner. Nach dem Krieg besorgte das die Wedesbütteler Luftschutzsirene und später die Sirene vom Wedesbütteler Schlauchturm aus. 1948 übernahm Johann Tomalla (Wedesbüttel) den Posten eines Gemeindebrandmeisters.
1949 begann für die Freiwillige Feuerwehr eine neue Blütezeit: Mit der 35. Jubiläumsfeier sowie nach einem Brand bei Janze in Wedesbüttel kam die erste tragbare Motorspritze (TS 8) zum Preis von 18000 Mark. Damit wurde den gewachsenen Anforderungen Rechnung getragen.
Mit Willi Wentzel wurde 1962 für zehn Jahre ein neuer Gemeindebrandmeister gewählt. Ein neues Tragspritzenfahrzeug wurde 1964 beim 50jährigen Bestehen übernommen. Eine Jugendfeuerwehr wurde 1968 durch den engagierten Feuerwehrmann Ernst Lütge ins Leben gerufen. Diese Jugendfeuerwehr ließ in Feuerwehrkreisen aufhorchen. Seither kümmert sich Jugendfeuerwehrwart Karl-Heinz Holze um den Feuerwehrnachwuchs. Viele Jungen bildete er zu aktiven Feuerwehrmännern aus. Der Nachwuchs belohnte ihn mit zahlreichen Erfolgen.
1970 wurde Ernst Lütge Ortsbrandmeister. Zehn Jahre hatte der heutige Kreisbrandmeister dieses Amt inne. Zum 60. Jubiläum (1974) wurde auch ein Hilfsleistungsfahrzeug mit kompletter Löschausrüstung und schwerem Atemschutzgerät in den Dienst gestellt. Es war das erste Fahrzeug, das von der neuen Samtgemeinde Papenteich an eine Wehr nach der Verwaltungs- und Gebietsreform übergeben wurde. Nach vielen Stunden Eigenleistung zog man 1978 in das neue Feuerwehrgerätehaus im Neubau des Wedelheiner Dorfgemeinschaftshauses um.
1980 wurde Ernst Bührmann zum noch heute amtierenden Ortsbrandmeister gewählt. Seither ist die Geschichte der Wehr geprägt von Traditionspflege, Übungsbetrieb und gesellschaftlichen Aufgaben. Viele junge Mitglieder wurden gewonnen oder übernommen. Die heute 135 Mitglieder teilen sich auf in 56 Aktive, 16 Altersfeuerwehrmänner, 49 Förderer und 14 Jugendfeuerwehrmänner.
Stets gut besuchte Versammlungen, Kommandositzungen sowie Feuerwehrbälle, Fahrten ins Blaue und Lagerfeuer bezeugen den hohen Stellenwert der Feuerwehr in beiden Orten. Voll bei der Sache ist die Wehr aber auch in der Pflichterfüllung eines randvollen Dienstplanes, bei Lehrgängen, bei Wettkämpfen sowie bei Kreisfeuerwehrfesten.
Trotz Wandels der Zeiten mit neuer Technologie haben sich in der Feuerwehr und Dorfgemeinschaft das Zusammengehörigkeitsgefühl und der Kameradschaftsgeist erhalten, ein Zeichen für eine intakte Dorfgemeinschaft.

„Wasser marsch ...!" lautete das Kommando schon bei den Kreiswettkämpfen der
Feuerwehren 1952. Aktiv ins Geschehen griff damals auch die Freiwillige Feuerwehr Wedesbüttel/Wedelheine ein.

Repro-Foto: Hans-Jürgen Schienmann

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Gifhorner Rundschau, 30. Mai 1989

Ein Feuerwehr-Jubiläum mit Gästen aus Mönchsroth

Wedesbüttel/Wedelheine bereitet Fest im September vor

WEDESBÜTTEL/WEDELHEINE. (HJS)

Für die Einwohner des Papenteicher Doppeldorfs gibt es guten Grund zur Vorfreude, denn die Freiwillige Feuerwehr Wedesbüttel/Wedelheine, wird vom 8. bis 10. September ihr 75jähriges Bestehen feiern. Die Feuerwehr bereitet für ihr Fest ein umfangreiches Programm vor.

Als erste Gratulanten werden bayerische Feuerwehrmänner - angeführt von deren Kommandanten Helmut Meyer - aus Mönchsroth im mittelfränkischen Landkreis Ansbach erwartet. Die Gäste werden bei Familien untergebracht. Anstoß für die angestrebte Partnerschaft gaben eine schon bestehende Freundschaftsbeziehung zwischen den Landkreisen Gifhorn und Ansbach. Kreisbrandmeister Ernst Lütge empfahl seinen Kameraden von der Feuerwehr Wedesbüttel/Wedelheine, deren langjähriges Mitglied er ist, die Kontakte zu den Feuerwehrmännern aus Mönchsroth. Zum Jubiläum folgte die Wehr seinem Vorschlag, tat den ersten Schritt und lud die bayerischen Gäste ein. Postwendend kam die Zusage. So werden die Franken ein dreitägiges Festprogramm nach Art der Niedersachsen im Papenteicher Doppelort erleben.
Das Fest beginnt am Freitag, 8. September, um 20 Uhr mit einem bunten Kommers im 750 Quadratmeter geräumigen Festzelt. Lustige Einlagen werden für Stimmung sorgen. Den musikalischen Rahmen setzt der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Meine auch bei der Ehrung verdienter Feuerwehrmänner der Jubiläumswehr.
Ein herzhaftes Frühstück mit zünftiger Blasmusik des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Didderse ist am Sonnabend, 9.September, um 11 Uhr angesetzt. Dem schließt sich von 15 Uhr an ein buntes Kinderfest an. Mehr als nur Musik bietet beim Festball von 20 Uhr an die unterhaltsame und sehenswerte Showband Rhythmics.
Üblicherweise findet am Sonntagmorgen, 10. September, eine Verbandsversammlung mit musikalischer Untermalung des Musikzuges Meine statt. Nach dem Empfang der Feuerwehren und Gäste um 13 Uhr auf dem Festplatz setzt sich um 13.45 Uhr ein langer Festumzug durch beide Orte in Bewegung. Nach der Rückkehr gegen 15 Uhr unterhalten mit flotter Blasmusik wieder die Männer vom Musikzug Meine unter der Leitung von Erwin Lipka zum Ausklang des 75. Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Wedesbüttel/Wedelheine.

Ein großes Fest bereitet die Freiwillige Feuerwehr Wedesbüttel/Wedelheine vor. In diesem Jahr feiert die 135 Mitglieder zählende Feuerwehr des Papenteicher Doppeldorfes ihr 75 Jahre langes Bestehen. An dem Jubiläumsfest nehmen vom 8. bis 10. September auch Wehrmänner aus dem bayerischen

Mönchsroth (Landkreis Ansbach) teil. Das Bild zeigt die Mitglieder vor dem Feuerwehrgerätehaus.

 

Foto: Hans-Jürgen Schienmann

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Allerzeitung, 08. Februar 1989

Wehr feiert ihr 75jähriges Bestehen

Festfolge liegt jetzt vor - Mitglieder zu Hauptfeuerwehrmännern befördert

WEDESBÜTTEL/WEDELHEINE. (HJS)

Im Grunde bleibt bei der Freiwilligen Feuerwehr Wedesbüttel/Wedelheine alles beim alten. Das ergab die Jahresversammlung am Sonnabend in der Gaststätte Ahrens. Drei Hauptthemen beschäftigten die 52 Feuerwehrkameraden um Ortsbrandmeister Ernst Bührmann: Ein Rückblick auf 1988, das diesjährige Jubiläumsfest sowie Beförderungen.

Ein ruhiges Jahr ohne ernste Einsätze meldete der Ortsbrandmeister in seinem Rechenschaftsbericht im Beisein des zweiten stellvertretenden Gemeindebrandmeisters Hermann Schölkmann aus Rötgesbüttel und der drei Ratsherren der Gemeinde Meine. Ein toller Feuerwehrball habe das Dienstjahr 1988 eingeläutet. Höhepunkt sei im Frühjahr ein Tag der Feuerwehr gewesen: Das große Scheunenfest „Danz op de Deel und in den Mai" mit fast 600 Teilnehmern war ein unvergeßlich großer Knüller bei Gastgeber und Gästen.
Fünf Kommandositzungen wurden im vergangenen Jahr abgehalten. Nicht nur Kommandosache war eine Fahrt ins Blaue an die Nordsee. Eine lustige Kutschfahrt auf dem Wattenweg zur Insel Neuwerk begeisterte dabei die Reiseteilnehmer. Auf Tour ging auch später die Altersabteilung zur Besichtigung des eindrucksvollen norddeutschen Feuerwehrmuseums in Neu Tramm. Zu Hause war man Gastgeber und Ausrichter der Gemeindewettkämpfe '88. Zwei Aktive und sechs fördernde Mitglieder schlossen sich der Wehr neu an. Damit ist die Feuerwehr auf 135 Mitglieder angewachsen.
Eine hervorragende Zusammenarbeit bescheinigte dem Ortsbrandmeister und seinen Männern im Kommando, in den aktiven Gruppen und der fleißigen Jugendfeuerwehr der Schriftführer Dieter Leidecker in seinem Bericht zur Lage. Das unterstrichen in ihren Berichten auch Kassenwart Reinhard Janze und der Jugendwart Karl-Heinz Holtze. Die Jugendfeuerwehr werde wieder das Osterfeuer auf der Kippe im März organisieren, hieß es. Mit Hermann Brandes und Erich Bauermeister wurden zwei neue Kassenprüfer gewählt.
Die Festfolge für das Jubiläum zum 75jährigen Bestehen vom 8. bis zum 10. September wurde anschließend von der Versammlung verabschiedet. So wird am ersten Tag ein abendlicher Kommers im Festzelt den Auftakt bilden. Ausgefüllt mit einem Frühstück, einem bunten Kinderfest am Nachmittag und einem abendlichen Festball soll auch der nächste Tag sein. Dem wird abschließend eine Verbandsversammlung und ein Festumzug mit zahlreichen Gastwehren durch den Ort folgen.
Auch Beförderungen standen auf der Tagesordnung: Befördert wurden Löschmeister Harry Bührig, Hauptlöschmeister Gerd-Joachim Schild, Oberfeuerwehrmann Bernd Köhler, Frank Krußig und Hans-Joachim Krischke zu Hauptfeuerwehrmännern. Für Ideen und gesellschaftliche Höhepunkte 1989 wollen die in den Festausschuß gewählten Feuerwehrkameraden Peter Schmidt, Werner Janze, Karl-Heinz Holtze, Frank Krußig, Manfred Breihahn und Maik Garbers sorgen. Ein „Tag der Feuerwehr" fällt in diesem Jahr aus, wurde am Schluß der Versammlung mitgeteilt.

Auf der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wedesbüttel/Wedelheine wurden (von links) Frank Krußig, Harry Bührig, Bernhard Köhler und Gerd-Joachim Schild zu Hauptfeuerwehrmännern befördert. Neben ihnen der zweite stellvertretende Gemeindebrandmeister Hermann Schölkmann und

Ortsbrandmeister Ernst Bührmann (rechts).

Foto: Hans-Jürgen Schienmann

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Allerzeitung, 07. Februar 1989

Feuerwehr bereitet Jubiläumsfest vor

Zum 75. Geburtstag eine Feier für alle Bürger

Wedesbüttel/Wedelheine (stl). Bei der Freiwilligen Feuerwehr Wedelheine/Wedesbüttel steht in diesem Jahr ein Jubiläum ins Haus: Im September gilt es, das 75jährige Bestehen zu feiern. Die Vorbereitungen für das Fest, das war bei der Jahreshauptversammlung der Blauröcke am vergangenen Sonnabend im Gasthaus Ahrens/Wedesbüttel zu erfahren, laufen bereits.
Ortsbrandmeister Ernst Bührmann gab bei der Zusammenkunft auch den Termin für das Jubiläumsfest bekannt: Vom 8. bis 10. September geht es demnach im Doppeldorf am Mittellandkanal hoch her. Mit einem Kommers fällt am Freitagabend der Startschuß zu den Feierlichkeiten. Ein Festfrühstück mit anschließendem Kinderumzug und einem Ball am Abend runden das Programm für den Sonnabend ab. Am Sonntag wird dann die Verbandsversammlung der Feuerwehren des Landkreises stattfinden.
Der Tag der offenen Tür fällt in diesem Jahr wegen der umfangreichen Festvorbereitungen weg, gab Ernst Bührmann weiterhin bekannt. In seinem Jahresbericht ging der Ortsbrandmeister auch auf die Mitgliederentwicklung in der Wehr ein. Insgesamt gehörten ihr 135 Mitglieder - inklusive fördernde Mitglieder - an. Das bedeute gegenüber dem Vorjahr ein Plus von drei Personen.
Weniger positiv sieht es hingegen bei der Jugendwehr aus. Jugendwart Karl-Heinz Holtze machte in seinem Bericht deutlich, daß in nächster Zeit vier Jugendliche die Gruppe verlassen. Dann zähle die Nachwuchsorganisation nur noch zehn Mitglieder in ihren Reihen.
Als Leiter der zweiten Gruppe bestätigten die Blauröcke Harry Bührig. Er wurde kurze Zeit später vom stellvertretenden Gemeindebrandmeister Hermann Schölkmann zum Löschmeister befördert. Ferner erhielt Gerd-Joachim Schild seine Ernennung zum Hauptlöschmeister. Zum Hauptfeuerwehrmann wurde Frank Krußig befördert, Bernhard Köhler ist nun Oberfeuerwehrmann.
Einen Termin sollten sich die Blauröcke bereits vormerken: Am Sonnabend, 25. März, wird das Osterfeuer angezündet.

Sie wurden bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wedelheine/Wedesbüttel befördert (von links): Frank Krußig, Harry Bührig, Bernhard Köhler und Gerd-Joachim Schild. Es gratulierten der stellvertretende Gemeindebrandmeister Hermann Schölkmann und Ortsbrandmeister Ernst Bührmann (rechts).

Foto: Ludmann

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Startseite erstellt am 10.05.2006
aktualisiert am 28.07.2015
gesammelt von
Ernst Lütge, Ulrich Schrader, Fam. Fröhlich