Kreisbereitschaftsübung

am 26.9.1998

Alljährlich findet im Landkreis Gifhorn eine Kreisbereitschaftsübung statt. In diesem Jahr waren wir unter der Leitung unseres Staffelführers Torsten Hinkel mit dabei. Für einige mitten in der Nacht, trafen wir uns um am Samstag morgen um 5:15 Uhr am Gerätehaus und starteten nach Rötgesbüttel, wo sich der Löschzug Papenteich um 5.30 Uhr sammelte. Von dort aus ging es zum nächsten Treffpunkt, dem Parkplatz an der B4, Umgehung Gifhorn. Um 6:00 Uhr starteten alle teilnehmenden Wehren des Südkreises Gifhorn in Kolonnenfahrt in Richtung Bad Harzburg. Das Wetter war herbstlich kühl und der Frühnebel löste sich allmählich auf. Wir genossen die Kolonnenfahrt, besonders rote Ampeln, weil wir dann mit Martinshorn über die Kreuzungen fahren durften. Wer hätte nicht schon mal davon geträumt.


In Bad Harzburg machten wir den ersten technischen Halt und es gab Frühstück. Dann fuhren wir weiter nach Bad Lauterberg. Dort trafen wir mit den Wehren aus dem Nordkreis Gifhorn zusammen und nach einer kurzen Einsatzbesprechung fuhren wir mit Blaulicht und Martinshorn zum Einsatzort.


Der Zweck dieser Übung war


Allgemeine Lage:

Anläßlich der jährlichen Vollübung befinden sich die TEL und die Feuerwehrbereitschaften Nord und Süd des Landkreises Gifhorn im Bereich des Oberharzes. Die TEL meldet sich mit ihren Zügen bei der Durchquerung der einzelnen Landkreise in den jeweiligen Leitstellen an. Gegen 8:00 Uhr erreichen die in zwei Kolonnen fahrenden Einheiten Bad Harzburg, um dort einen ersten technischen Halt durchzuführen. Dort erreicht die TEL ein Hilfeersuchen des Landkreises Osterode Harz, da man dort über Funk die Anwesenheit von 2 Feuerwehrbereitschaften und einer TEL erfahren hat. Aufgrund einer außergewöhnlichen Situation benötigt der Landkreis Osterode die in der Nähe seiner Kreisgrenze stehenden Einheiten.


Besondere Lage:

Im Bereich der ehemaligen Fernmeldeanlage auf dem Stöberhai wurden verschiedene Gebäude offensichtlich vorsätzlich in Brand gesetzt. Da die Ortsfeuerwehr Bad Lauterberg an diesem Wochenende ihre jährliche Mehrtagesfahrt durchführt und die Ortsfeuerwehren des Südharzes in der Nacht zuvor einen Großbrand in einer Papierfabrik bekämpft haben und teilweise noch im Einsatz sind bzw. nur bedingt einsatzbereit sind, wurden die Feuerwehrbereitschaften des Landkreises Gifhorn gebeten, dem Landkreis Osterode Löschhilfe zu gewähren. Nach der detaillierten Brandmeldung durch die Landesforstverwaltung fordert die FEL des Landkreises Osterode aufgrund der besonderen Situation nach Rücksprache mit dem HVB die beiden Bereitschaften und die TEL aus Gifhorn an. Oberkreisdirektor Dr. Lemke stimmt dem sofortigen Einsatz zu.


Unsere Aufgabe bestand darin, im Gelände Schläuche zu verlegen und Wasser zu pumpen. Die Wasserentnahmestelle lag weit unterhalb des "Brandherdes". Daher musste das Löschwasser durch etliche Pumpen und noch mehr Schläuche den Berg hinaufgeschafft werden. In den "brennenden Gebäuden" kamen die Atemschutzgruppen zum Einsatz, unsere Gruppe wurde allerdings nicht mehr angefordert.

Nach Ende der Löscharbeiten trafen sich die teilnehmenden Wehren am Feuerwehrgerätehaus in Bad Lauterberg. Nach einigen Ansprachen gab es für alle Mittagessen (Erbsensuppe mit Bockwurst).


Vom Einsatz selbst haben wir leider keine Bilder, da wir alle Hände voll zu tun hatten.

 

Diese Übung war für uns eine wichtige Erfahrung. Wir wurden mit Problemen konfrontiert, die bei kleineren Übungen nicht vorkommen. Was ist, wenn auf den engen Wegen ein Fahrzeug ausfällt? Oder was wäre, wenn die Pumpen es nicht geschafft hätten? (Sie haben es aber!)


Ein Einsatz in dieser Größenordnung erfordert von allen Beteiligten viel Disziplin und Umsicht. Wir waren gerne dabei und freuen uns schon auf das nächste Mal.


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